Vorstandschaft

Vorstandschaft 

 | 1. Vorsitzender:
 Peter Schreiner 
 
 2. Vorsitzender:
 Angelika Brandl 
 
 Schatzmeister:
 Joachim Scheurich
 

Herzlich willkommen beim MSC Hohenasperg e.V.

Unser Verein ist geprägt durch Historie - aber die gute Mischung aus "jung und alt" macht es aus.
 
 Allzeit Gute Fahrt!! 

Chronik

Vereinschronik MSC Hohenasperg
Verkehrsübungsplatz

Am Anfang stand ein Wunsch, fast zu groß um Wirklichkeit zu werden. Bereits im Jahre 1962 wurde eine erste Planung für einen Verkehrsübungsplatz durch unseren damaligen 1. Vorsitzenden Heinrich Nölke erstellt. Dieser Platz sollte ursprünglich im Erle, Richtung Markgröningen entstehen. Diesbezügliche Verhandlungen mit der Stadt Asperg führten allerdings nicht zum Erfolg.
Somit wurde dieses Vorhaben zurückgestellt, doch wurde in der Folgezeit immer wieder bei der Stadt Asperg der Versuch unternommen, ein geeignetes Gelände zu finden. Im Herbst 1968 war es dann endlich soweit, ein ca. 2,6 ha Gelände im Altach wurde dem MSC durch die Stadt Asperg angeboten. Die Vorstandschaft hat sofort das Gelände besichtigt und für geeignet befunden. Am 1. Oktober 1968 fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, dem lang gehegten Wunsch des MSC zu entsprechen und das angebotene Geländeim Altach, für einen Verkehrsübungsplatz pachtweise zur Verfügung zu stellen.
Die satzungsgemäßigen Vertreter des MSC, Erich Bühler 1. Vorsitzender, Otto Zehender 2. Vorsitzender und Walter Schaffert Schriftführer, haben die Basis für die Verwirklichung des Verkehrsübungsplatzes geschaffen, sowie die Verantwortung für dessen Finanzierung übernommen. Vorstandsmitglied Architekt Helmut Hartmann wurde mit der Gesamtplanung und überwachung der Bauausführung betraut.
Der Baubeginn musste allerdings zurückgestellt werden, bis die Stadt Asperg das ganze Gelände um ca. 1,30 m aufgefüllt hatte, was geraume Zeit in Anspruch nahm. Die Finanzierung und Durchführung dieses großen Projektes war jedoch schwieriger und zeitaufwendiger als es von Anfang gedacht war. Im Mai 1969 erfolgte dann die erste Erschließung des Geländes. Die Abwasserkanalisation wurde in Eigenleistung hergestellt, dadurch fiel jedoch der Vatertagsausflug einem Arbeitstag zum Opfer.

Weiterer Klärungsbedarf war notwendig, bis dann endlich das Baugesuch für den Verkehrsübungsplatz mit Clubheim am 16. März 1970 fertiggestellt und zur Genehmigung eingereicht werden konnte. Dank der guten Vorarbeit wurde bereits am 16. April 1970 die lang ersehnte Baugenehmigung erteilt. Die Fahrbahn hat eine Gesamtlänge von 1964 m, die Größe der Wendeplatte beträgt 307 m² und der Einparkstreifen hat eine Länge von 40 m. Um Möglichkeit zu schaffen, das Anfahren am Berg zu üben, wurde eine Senke eingebaut. Noch im April 1970 wurde die Baugrube für das Clubheim ausgehoben und am 7. Mai 1970 begannen Vereinsmitglieder mit großem Eifer die Fundamente für das Clubheim vorzubereiten. Die weiteren Arbeiten gingen rasch voran, so dass bereits am 25. Juli 1970 die Decke über dem Untergeschoss betoniert werden konnte. Dies war ein denkwürdiger Tag, auch insofern, da Strafgefangene vom Hohenasperg tatkräftige Unterstützung leisteten. Organisiert wurde dies von Konrad Schamberger, früher tätig in der Vollzugsanstalt Hohenasperg.

Im Laufe der Folgemonate wurde das gekaufte Fertighaus an seinem seitherigen Standort in der Hohenzollernstraße in Asperg ab- und auf dem vorbereiteten Platz wieder aufgebaut. Anschließend wurden die sanitären Anlagen erstellt. Im März 1971 erfolgte die Vergabe der Straßenbauarbeiten an die Firma Krieg in Möglingen. Die Arbeiten wurden zügig durchgeführt, so dass bereits am 18. September 1971 die Einweihung des Verkehrsübungsplatzes zusammen mit dem 20-jährigen Vereinsjubiläum gefeiert werden konnte.
Nunmehr stand der Verkehrsübungsplatz der Allgemeinheit zur Verfügung.

Vereinschronik MSC Hohenasperg

Motorsport

Seit seiner Gründung im Jahre 1951 war der MSC Hohenasperg motorsportlich immer sehr aktiv. Die verschiedenartigsten Motorsportveranstaltungen wurden durchgeführt. An fast allen motorsportlichen Wettbewerben war der MSC durch seine Sportfahrer vertreten. Schon im Folgejahr veranstaltete der MSC am 25.05.1952 eine Geländefahrt für Motorräder in Besigheim. Diese Veranstaltung war ein erster Versuch auf diesem Gebiet und am Ende ein besonders gelungenes Lehrbeispiel. Nach dieser Generalprobe folgte am 22.06.1952 die erste Geländefahrt am Nordhang des Hohenasperg. 

Konrad Schamberger und Erich Munz hatten einen Geländekurs ausgeknobelt, der hohe Anforderungen an die Teilnehmer stellte und 800 m lang war. Es mussten Steilhänge in Berg- und Talfahrt sowie ein Geröllhang überwunden werden. In den Kurven war die Strecke durch Begrenzungsfahnen markiert. Das Berühren der Streckenbegrenzung, Berühren des Bodens mit dem Fuss, Verlassen der Strecke, Stillstand des Motors bis zum Verlassen der Maschine usw. wurde mit einem reichhaltigen Strafpunktrepertoire geandet, so dass der Siegerkorb sehr hoch gehängt war. Diese Veranstaltung wurde zum riesigen Erfolg, zumal eine große Zuschauermenge das Spektakel verfolgte. Ebenfalls im Jahre 1952 bestritten Sportfahrer des MSC folgende Motorradwettbewerbe: Orientierungsfahrten, Geschicklichkeitsturniere, Ballonverfolgungsfahrten, Geländefahrten, Zementbahn- und Straßenrennen. Nachdem die Geländefahrt 1952 nur am Nordhang des Hohenasperg durchgeführt wurde, war die Folgeveranstaltung am 07.06.1953 als Vielseitigkeitsprüfung Rund um den Hohenasperg ausgeschrieben. Am Schwitzgäßle mussten die Fahrer bis zu 22 % Steigung überwinden. Dass ausgerechnet am steilsten Teil bei einer Stopstelle wieder angefahren werden musste, war zweifelsfrei eine geschickte Einlage. Die Presse würdigte diese Veranstaltung unter der Überschrift: Stelldichein der Geländeartisten am Hohenasperg. Das Interesse war mit rund 8000 Zuschauer enorm. An den Hängen des Hohenasperg klebten die Zuschauer in Trauben! Neben dem 1. Vorsitzenden des ADAC-Gau Württemberg, war auch der ADAC-Gau Sportleiter Max Ell anwesend. Er ließ es sich trotz der Vorbereitungen zum Solitude-Rennen nicht nehmen, persönlich zu erscheinen. Zum glanzvollen Motorsportfest (laut Presse) wurde dann die Veranstaltung am 30.05.1954. Obwohl bereits auf Grund der Ausschreibung die Schwierigkeiten der zu befahrenden Strecke bekannt waren, kamen viele Geländespezialisten aus ganz Württemberg. Einige Angehörige der Besatzungsmacht nahmen ebenfalls teil und zeigten, trotz der für sie ungewohnten Konkurrenz, sehr gute Leistungen. Bei dieser Veranstaltung war die Meldestelle und Verteilung der Startnummern am Bahnhof Asperg. Die insgesamt 117 Fahrer fuhren dann geschlossen durch die Stadt zur Stuttgarter Straße . Hier wurde eine Beschleunigungs- und Bremsprüfung durchgeführt. Für diese Veranstaltung, die ja sehr weiträumig angelegt war, benötigte man viele Helfer. Hierzu konnte die 8. Klasse der Volkschule Asperg gewonnen werden. Die Kosten für das Vesper das den Schülern verabreicht wurde, beliefen sich auf DM 20,40! Ab Mitte der 60-er Jahre nahmen Fahrer des MSC an Go-Kartrennen teil. Es entwickelte sich eine starke Kart-gruppe. Automobilslaloms und Orientierungsfahrten wurden ab 1968 veranstaltet. Start und Ziel sowie die Slalomstrecke war jeweils auf dem Parkplatz des Asperger Freibades aufgebaut. Dieses Gelände ermöglichte eine Streckenlänge vom 400 m. Dass diese Veranstaltungen sehr beliebt waren, zeigten die hohen Teilnehmerzahlen. Von großem Vorteil war, dass der MSC zu dieser Zeit bereits im Besitz einer elektrischen Zeitmessung war. Nervenaufreibende Auseinandersetzungen mit privaten Messungen einzelner Teilnehmer konnten so vermieden werden. 

Einen Monat nach der Einweihung des Verkehrsübungsplatzes, erlebte dieser die erste motorsportliche Feuertaufe. Am 17.10.1971 rollte erfolgreich, ein für Jedermann ausgeschriebener Automobilslalom über die Bühne. Nach dieser Generalprobe fand am 02.04.1972 der 1. Asperger ADAC-Automobilslalom statt. Die Erfolge wurden gewertet für die Sportabzeichen des ADAC, AvD und DMV, gemäß deren besonderen Verleihungsbestimmungen. In 17 Klassen, die in 4 Gruppen eingeteilt waren, gingen 74 Teilnehmer an den Start. Darunter die bekanntesten Slalomspezialisten Süddeutschlands. Veranstaltungsgrundlagen waren das Int. Automobilgesetz der FIA, Bestimmungen der ONS, sowie deren Slalombestimmungen. Dies war der Anfang einer nun fast 30-jährigen Slalomgeschichte auf dem Verkehrsübungsplatz in Asperg. Teilnehmerrekord mit 157 Startern wurde anlässlich der Slalomveranstaltung am 11.03.1977 erzielt.
Am 01.06.1972 senkte sich die Startflagge für ein Go-Kartrennen auf dem Verkehrsübungsplatz. Es war dies das erste von insgesamt acht Rennen, welche in den Jahren 1972 bis 1975 durchgeführt wurden. Anschließend wurden aus immissionschutzrechtlichen Gründen keine weiteren Rennen mehr genehmigt. Einen Teil der Eintrittsgelder des ersten Rennens stellte der MSC der Björn-Steiger-Stiftung als Unterstützung für deren Bemühungen um den Unfallrettungsdienst zur Verfügung. Bereits am 26.09.1972 folgte dann das zweite Go-Kartrennen. Am Start waren 105 Fahrer da hier die Württembergischen Meister in den einzelnen Klassen ermittelt wurden. 5000 Zuschauer waren von den Darbietungen der einzelnen Teilnehmer begeistert. Motorsport zu betreiben, ist je nach Sportart und entsprechend der Intensität, mit sehr hohen Kosten und Strapazen verbunden. Dies galt auch für die zwei MSC-Teams die mehrmals an der Rallye Stuttgart-Lyon/Charbonnieres teilnahmen. über 32 Stunden lang, saßen Gerhard Reiss/Klaus Knitter und Hans Weigl/Wolfgang Lindner hinter dem Steuer. Gestartet wurde morgens um 6.30 Uhr auf der Solitude-Rennstrecke. Von hier ging es zum Hockenheimring, wo eine Sonderprüfung über 20 Runden abgelegt werden musste. Nach der französischen Grenze und vor allen Dingen in den Seealpen wurde es dann ernst. In diesem starken Profifeld sich zu behaupten und heil in Lyon anzukommen war eine großartige Leistung. Pro Team mussten 16 Reifen mitgenommen werden. Allein der sportliche Ehrgeiz war: Punkte für die Württembergische Meisterschaft zu holen. Nicht weniger gefordert wurden die Slalom- und Kartpiloten im Laufe einer Rennsaison. Im Jahre 1971 bewältigten sie während ihrer Renneinsätze über 20.000 Kilometer. Ihr Engagement über Jahrzehnte wurde mit einer Vielzahl von Klassensiegen und hervorragenden Plazierungen in Einzel- und Mannschaftswettbewerben belohnt. Der MSC Hohenasperg ist berechtigt stolz auf seine Motorsportbilanz seit Gründung.